Sagenweg Paul Luziet – Nr. 9
romontsch
Paul Luziet beisst ins Gras
Als Paul Luziet um die 90 ist, schläft er für immer ein. Dank dem Engel durfte er ein Bündel Besen mitnehmen. Dem heiligen Petrus sagt er, er wolle diese der Barla da Cahuonz und dem Toten, der von der Bank gefallen ist, verkaufen.
Der heilige Petrus lächelt gütig, wohl wissend, dass das nur eine Ausrede ist, um irgendwie zur Pforte reinzukommen. Er sagt: «Nun denn, geh hinein und versuche dein Glück, heute hat soviel ich weiss der heilige Paul, dein Schutzpatron, die Bestellungen für das Fegefeuer da unten zu machen. Mach schnell und komm zurück, sonst spielst du vielleicht noch einen Streich dadrin.» Paul Luziet macht einen gewaltigen Sprung – wie zu seiner Zeit vom Korngerüst – und ist drinnen. Dann wirft er die Besen und Wischer zum heiligen Petrus hinaus und sagt lachend und selig wie die unbescholtenen Engel: «Ich bin drinnen und bleibe drinnen, dafür kannst du meine Besen haben.» Nach diesen Worten flieht er weit ins Paradies hinein mit kurzen schnellen Schritten wie damals auf den Hängen von Chiltgadira, als er die Knabenschaft von Trun herausgefordert hatte. Der heilige Petrus brummt etwas in seinen Bart und meint ganzerstaunt zum Engel: «Das dürfte noch einigen Unfug geben mit diesem Kerl da drinnen!»










