Sagenweg Paul Luziet – Nr. 8

romontsch


Paul Luziet auf Brautschau

Tante Zia möchte unbedingt, dass Paul Luziet auf Brautschau geht. Er beginnt in Clavadi mit der Suche. Und schnell findet er zwei Fräuleins, die ihn zum Imbiss einladen. So eine schmutzige Küche hat er noch nie gesehen.
«Umsonst haben wir Euch nicht eingeladen, oder seid Ihr vielleicht so fein, dass niemand es Euch recht machen kann? Spricht, Ihr nach Art der Franzosen gekleideter Herr!»
Paul bekommt auf einmal so genug, dass er gezwungen ist, aufzustehen.
Doch als er das tun will, fühlt er sich so eingemauert von den zwei Kandidatinnen, dass er dem Tisch einen Stoss geben muss, dass dieser durch die halbe Küche fliegt…
Der Kaffeekrug wankt, wogt und wirft Wellen über den ganzen Tisch und der Ziegerschädel wackelt im Halblicht der Küche so geheimnisvoll, als ob er versuchen wolle, lebendig zu werden… Ein verzweifelter Schrei wie ein Windstoss am Anfang einer Lawine – und schon steht er auf der Türschwelle. Nachdem er sich ein wenig erholt hat, sagt er noch: «Lebt wohl, meine zarten Fräuleins und auf Nimmerwieder­sehen…»

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