Sagenweg Paul Luziet – Nr. 7

romontsch

Paul Luziet auf der Jagd II

Am Abend, es dämmerte bereits, hat Paul Luziet mindestens dreissig Gämse gesehen. Paul gibt einen Schuss nach dem anderen ab. Jetzt ist es fast Nacht und Paul Luziet muss bis zum nächsten Tag warten, um zu sehen wie viele er erlegt hat.
«Verflixt und zugenäht! Ist das möglich? Jeden verfehlt? Oh, du Zauber aller Zauber; und alles ist wie verhext.» Er muss sich in einem kleinen Tal hinlegen, damit ihm nicht schlecht wird. Als er sich langsam erholt hat, untersucht er Stein um Stein und Vertiefung um Vertiefung, aber Blut oder andere Spuren des Todes, weit gefehlt! Dann geht er mit hängendem Kopf den Pfad der Gämse entlang und erblickt, so in etwa 3–400 Klafter unterhalb einer Geröllhalde auf der anderen Seite hinunter, die 30 Gämse vom Vorabend, frisch und munter wacker das wunderschöne Frühstücksgras rupfend. Da er sich der Schar nähern will, hört er den Pfiff der Wache, eine kurze Aufregung – und wie vom Erdboden verschluckt ist die ganze wilde Schar verschwunden…

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